Impressum  Ξ  Anfahrt  Ξ  Sitemap  Ξ  Suchen > Finden
Katholische Kirche Neubrandenburg  >  Filialkirchen  >  Burg Stargard

Wallfahrtskirche in Burg Stargard, Maria Rosenkranzkönigin,17094 Burg Stargard, Sabeler Weg 22

So entstand eine Wallfahrtskirche

"Unland", so stand es im Grundbuch, als das Stück Land der katholischen Gemeinde Burg Stargard angeboten wurde - ganz außerhalb der Stadt, der Weg dahin mit alten Scheunen umsäumt, kein Strauch, kein Baum (außer einigen alten Pappeln), kein Haus. "Da draußen kann wohl nicht viel passieren, was unserer Ideologie schaden könnte!" - Die Männer der Gemeinde saßen an einem Ostermontag 1960 am Abhang und sagten: "Na ja, besser als nichts. Wir nehmen an." - Der Mensch denkt und Gott lenkt.

Das Fundament der Wallfahrtskirche

... war nicht Stein oder Beton. Es wurde gelegt an einem warmen Julitage vor dem ersten Spatenstich mit den Worten: "Wenn uns diese Kirche gelingt, wollen wir sie der Rosenkranzkönigin von Fatima schenken." - Dann fingen sie an, die Männer und die Frauen, ohne Technik und setzten die Arbeit fort immer nach Feierabend, durch zwei Jahre, ohne einen Pfennig Vergütung.

 

 

"Tausend fleißige Hände regen, helfen sich in munterm Bund" (Schiller)

Frauen und Männer, Mädchen und Jungen. Niemand wurde geheißen. Sie waren ganz einfach da, immer, wenn sie gebraucht wurden. Zu Beginn wurde das Wasser in Fässern aus der Stadt geholt. Elektrischer Strom kam im Winter. Bis dahin gaben die helle Petromax-Petroleumlampen schönes Licht an dunklen Novembertagen. "Was die Leute nur da draußen wollen", sagten manche in der Stadt.

Nach einem Jahr ...

... war der Rohbau fertig. Im Aussehen mehr als ärmlich. - Lange Zeit ohne Zement; für diesen Zweck war er vielfach gesperrt. Hinten, in der Holzbaracke wohnte der Pfarrer mit einem schwarzen Hund.
Nette Wallfahrtskirche! Man hörte auch eine bissige Bemerkung: "Wird ein schöner Hühnerstall."

 

Ein Sprung - 4 Jahre voraus:

Schon war die Kirche eingeweiht. Der Glockenturm war fertig. Welch ein gefährliches Wort: "Turm!" Der braucht ja ein rotes Höhenlicht! Als die Genehmigung von der Volksarmee. - Ja, dann brauchen die dreimal so hohen Pappeln auch Lichter. Das geht ja nicht. Also kein rotes Licht, kein Turm, sondern "Glockenträger" heißt das Ding!

Hört sich nicht so gefährlich an. Er wurde dann vom Rat der Stadt echt freundlich als "Anbau" genehmigt. - Daran ein weithin sichtbares Kreuz.

"Kreuzerhöhung" zeigt das Bild. "Werden daran auch noch Lampen angebracht?!" Das wäre des Guten zuviel.-

Der Entwurf des Glockenturmes stammt von Herrn Diakon Horst Elsner.

 

 

 

Die Glocken

... ja die gehören zu einer Kirche. Das wird allgemein anerkannt. Die Gemeinde muß sie kaufen. In zwei Jahren ist das Geld zusammen. Vom Überschuß wird die Polsterung der Kirchenbänke angeschafft.

    Die Namen der Glocken:
    Die kleinste: St.Theresia v.Kinde Jesu
    Inschrift: "Ich singe euch, Gott ist die Liebe"
     
    Die 2.Glocke: St.Franciscus
    "Ich künde euch, Selig die Armen vor Gott."
     
    Die 3.Glocke: Sancta Maria
    "Ich bitte euch, was ER euch sagt, das tut."
    Sie ruft täglich dreimal den Gebetsruf: Der Engel des Herrn.
     
    Die 4.Glocke: Johannes der Täufer.
    Sein Ruf und der Ruf der Gottesmutter von Fatima:
    "Tuet Buße, kehret um zu Gott!"

Die Töne fis, h, cis, dis ergeben einzeln den Anfang eines Wallfahrtsliedes eines weltbekannten Wallfahrtsortes. Rätsel: Wer kennt dieses Lied?
 
"Wenn es uns gelingt...."

Am 3.Juni 1962

Weihbischof Dr. Bernhard Schräder und Pfarrer Franz Lorz

... weiht Herr Weihbischof Dr. Schräder die Kirche ein. Vor nahezu 500 Jahren erlosch das Ewige Licht vor dem Tabernakel. Seit diesem Weihetag brennt es wieder in Burg Stargard. - "Sein sind die Zeiten." Manche Wallfahrer stellen die Frage: "Ist an diesem Wallfahrtsort schon ein Wunder geschehen?" Antwort: Daß diese Kirche überhaupt in jener Zeit entstand, verdankt sie der offe