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Katholische Kirche Neubrandenburg  >  Filialkirchen  >  Penzlin

Aus der Chronik der Filialgemeinde PENZLIN, Heilig Geist, 17217 Penzlin, Am See 5a

Kirche Heilig Geist mit Gemeindezentrum (Zeichnung: Diakon Horst Elsner)
Aussenansicht der Penzliner Kirche
Innenansicht - Gestaltet von Horst Elsner

Penzlin - eine Kleinstadt an der B 192 zwischen Neubrandenburg und Waren. Am Ortseingang lesen wir die Hinweistafel: HL. Messe Sonntag 9.00 Uhr. Penzlin war einmal eine selbständige Seelsorgestelle. Die Gemeinde "lebte" in der Synagoge. Als die Synagoge abbrannte, bekam die Gemeinde die Pfarrwohnung in der Villa Carola, Am See 5. Auf diesem Gelände befand sich eine Doppelgarage, die zur Kapelle umfunktioniert wurde. Viele Slowaken und andere Flüchtlinge fanden in Penzlin eine neue Heimat und so wurde die Kapelle immer kleiner.

1966 wurde der Grundstein für den "Umbau" der Kapelle gelegt und 1969 wurde die Hl.-Geist-Kirche konsekriert. Pfarrer Kurt-Georg Kaczmarczyk hat diesen Kirchbau initiiert und begleitet. Den Hochbau konzipierte Hans Bartoschek aus Neustrelitz, die künstlerische Gestaltung besorgte Horst Elsner aus Neubrandenburg.- Es war nicht einfach, so etwas unter DDR-Verhältnissen durchzuführen. Kirchbauten wurden nicht bilanziert und Material gab es im Grunde nur aus dem "Bevölkerungskontingent". Ohne Bonifatius-Werk und die Hilfe und Spenden westdeutscher Gemeinden wäre dieser Bau nicht möglich gewesen. Katholische Kirche hätte solche edlen Materialien wie Marmor, Sandstein und Eiche nie zu sehen bekommen. Aber die Gemeinde hat tüchtig mit anpacken müssen - es gab ja keine Betriebe. Sehr viele Frauen haben beim Kirchbau mitgeholfen: Schachten, Steine auf- und abladen - und das zu jeder Tages- und Nachtzeit.
Ein Kuriosum gab es bei der Kirchweihe. Weihbischof Schräder verfehlte eine Stufe und stürzte im Kirchenraum hin. Das hätte schlimm ausgehen können. Alle dachten, die Kirchweihe würde ausfallen. Aber er stand schon bald wieder auf den Beinen. Beim Mittagessen sagte er: "Selbst Bischöfe können zu Fall kommen".
Später kam zum Kirchbau noch ein Gemeindehaus dazu mit einem Gemeinderaum und einer kleinen Wohnung für die Seelsorgehelferin.

Als die Gemeinde immer kleiner wurde, erfolgte die Eingemeindung nach Neubrandenburg. das war am 1. Januar 1977. - Seit 1976 ist Diakon Elsner Bezugsperson in Penzlin. Alle zwei Sonntage ist Eucharistiefeier, an den dazwischenliegenden Sonntagen findet Wortgottesdienst statt.

Die Besucherzahlen bei den Gottesdiensten sind keine Rekordzahlen, da sind wir schon bescheidener geworden.

Auch nach der Wende hat es in Penzlin keinen besonderen Zulauf gegeben. Aus den alten Bundesländern sind ein paar Familien hier seßhaft geworden. Dadurch ist die Kirche wieder etwas voller. Aber man bekommt noch immer einen Sitzplatz. Neubrandenburger Ausflügler kommen auch gerne hierher zum Gottesdienst. Besucher haben schon Zettel hinterlassen: "Ein schöner Kirchenraum, der zu stillem Gebet einlädt."

- Diakon i.R. Horst Elsner -

 
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